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NEURODERMITIS
/ Allergische Diathese
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In den
Industrieländern treten allergische Erkrankungen immer häufiger auf.
Bereits 20-30% aller Kinder sind von Allergien betroffen. Der klinische
Verlauf ist variabel, beginnt meist im Säuglings- bzw. Kleinkindesalter
mit atopischer Dermatitis und kann bei 30-40% dieser Kinder im weiteren
Verlauf zu Asthma bronchale führen. Zur Allergieentstehung werden
verschiedene Ursachen diskutiert. Zum einem sollen Allergiker vor allem
durch eine TH2-Zellen vermittelte Immunantwort auf entsprechende Allergene
reagieren, wodurch es zu einem Anstieg an z.B. IL 4und in weiterer Folge
zur Stimulation der Prduktion von IgE-Antikörpern kommt. Im Gegensatz dazu
der Nichtallergiker, der eine hauptsächlich TH1-Zellen vermittelten
Immunantwort zeigt (Björk et al., Clinical Reviews in Allergy and
Immunology, 15,125-143,1997). Andererseits wird in der ALEX-Studie, (Riedler
et al., Lancet,358,1129-1131, 2001), über eine Reduktion atopischer
Manifestationen um fast die Hälfte bei Kindern berichtet, die auf einem
Bauernhof aufwuchsen und frühzeitig – im ersten Lebensjahr bereits -
Stallkontakt hatten, gegenüber einer Vergleichsgruppe, die diesen
Stallkontakt im ersten Lebensjahr nicht hatte. Es wird die Hypothese
diskutiert, dass frühkindliche Exposition gegenüber Endotoxinen eine
immunologisch wichtige Rolle in der Verhinderung einer späteren
allergischen Diathese spielt.
Behandlung
von Neurodermitis mittels Kombination verschiedener Kamporezepturen wie
Unsei-in und Toki-inshi, bzw. Seijobofu-to und/oder Toki-inshi
Einleitung:
Wie bekannt
handelt es sich bei Neurodermitis um ein Geschehen, bei dem primär
unstillbarer Juckreiz vor allem abends und nachts mit heftigen
Kratzattacken zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität des
betroffenen Patienten, bei Kindern auch ihrer Eltern, führt. Als Ursache
werden unter anderem humoral- oder zellulärvermittelte Allergien sowie
ein Hyperreaktives Immunsystem diskutiert. In vielen Fällen findet sich
kein IgE-vermitteltes allergisches Geschehen. In der täglichen Praxis wird
jedoch die T-Zell-vermittelte Allergie in der Regel aus Kostengründung
nicht getestet. Bekannt ist, daß nicht nur verschiedene Nahrungsmittel
(Histamingehalt, Histaminliberatoren) eine Verschlechterung des Zustandes
bewirken können, sondern auch seelische Belastungen führen bei vielen
Patienten zu gesteigertem Juckreiz und Kratzattacken.
Verschiedenste Behandlungsstrategien mit unterschiedlichen Ergebnissen
wurden und werden zur Behandlung verfolgt, sei es der Einsatz klassischer
Pharmaka (Kortikoide lokal, Antihistaminika lokal bzw. systemisch) oder
der sog. additiver Verfahren wie Homöopathie, Homöotoxikologie,
Kampomedizin. (1)
Nachfolgend
sollen kurz 2 Fälle vorgestellt werden, bei denen Kamporezepturen ( in
Form des klassischen Dekoktes in Kombination mit lokalen Anwendungen
eines Hautfunktionsöls (Magistralrezeptur) sowie einer Ekzemsalbe auf
pflanzlicher Basis (Magistralrezeptur mit Achilleum millefolium) als
begleitende Maßnahme verabreicht wurden.
Fallbeispiel:
Grad 1:
Erythem
Alter:5a 6m,
männl., Gewicht: 14 kg, Größe: 115 cm
Dauer der
Hautveränderungen: 2 Jahre, schlimmer im Herbst und Frühjahr sowie bei
psychischem Stress, IgE: 150 kU/l (<100) Bäume (Erle, Birke, Hasel,
Eiche, Salweide) u. Gräsermix (Liesch-,Knäuel-,Wiesenrispengras, Loich,
Wiesenschwengel) Vorbehandelt mit Cortisonsalben, Homöopathie
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, Puls: frequens et superficialis, Abdomen:
Bauchdeckenspannung 3/5, erhöhter Tonus des M.rectus abd.,
Haut:
gerötet vor allem im Bereich von Gesicht, Hals.
Pruritus:
abends ++ Kalte Hände: 0, Kalte Füße: 0
Ernährung:
Mischkost, Vorliebe für Trinken Obstsäfte und Milch
Therapie:
Seijobofu-to 10.0g als Dekokt mit 500ml Wasser 50 Minuten Abkochung,
Einnahme über den Tag verteilt, zusätzlich Hautfunktionsöl.
Behandlungsdauer: 60 Tage.
Ergebnis:
Komplette Remission über 18 Monate.
Grad 2:
Rötung, schuppendes Ekzem
Alter:15a,
weibl., Gewicht: 48 kg, Größe: 158 cm
Dauer der
Hautveränderungen: 2 Jahre, schlimmer im Frühjahr und bei psych.Stress,
IgE: 245kU/l (<100) Bäume (Erle, Birke, Hasel, Eiche, Salweide) u.
Gräsermix (Liesch-,Knäuel-,Wiesenrispengras, Loich, Wiesenschwengel) Kl.4,
Nahrungsmix Kl.1, Vorbehandlung: Cortison, Homöopathie
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, Puls: KI-Mangel im Milzmeridian, P.profund., mollis,
Abdomen: Bauchdeckenspannung 3/5, erhöhter Tonus des M.rectus abd.,
Haut:
trocken, gerötet, Bereich: Gesicht, Hals, Nacken-Haar-Ansatz
Pruritus:
abends +++ Kalte Hände: ++, Kalte Füße: +
Ernährung:
Vollwertkost, Trinken: Wasser, selten Obstsäfte, keine Milch
Therapie:
Seijobofu-to 10.0g als Dekokt mit 500ml Wasser, 50 Minuten Abkochung,
Einnahme über den Tag verteilt, zusätzlich Ekzemsalbe (Magistralrezeptur
mit Achilleum millefolium) und Hautfunktionsöl.
Behandlungsdauer: 60 Tage.
Ergebnis:
anhaltende komplette Remission
Grad 3:
Risse, Schrunden, borkige Belege, massive Entzündungszeichen: 4 Fälle
1.Fall
Alter: 5a,
männl., Gewicht: 13kg, Größe: 105cm, Erstmaliges Auftreten im Alter von
3 Jahren mit Pruritus, Rötung der Haut im Gesicht, Ellbogenbeuge,
Kniekehlen, sowie Rhinitis und Augenausfluß. IgE-Titer: nicht getestet.
Patch-Test: Hausstaub, Gräser pos. Spielen im Freien bessert, Stress im
Kindergarten verschlimmert die Symptomatik, die Patientin wurde mit
verschiedenen Pflegesalben vorbehandelt.
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, Puls: P.magnus et superficialis,
Abdomen:
Bauchdeckenspannung 3/5, erhöhter Tonus des M.rectus abd.,
Haut:
Borkige Belege, massive Entzündungszeichen vorallem in den Kniekehlen und
Ellbogenbeugen, trockenes Ekzem im Bereich des Stammes, Halses und der
Nacken-Haar-Grenze.
Pruritus:
abends +++ Kalte Hände: ++, Kalte Füße: 0
Ernährung:
Vorliebe für yinnige Nahrungsmittel,
Therapie:
Unsei-in 10.0g, Einnahme über den Tag verteilt, ab 16 Uhr nur noch
Toki-inshi 10.0g, als Dekokt mit 500ml Wasser, 50 Minuten Abkochung,
Ekzemsalbe (Magistralrezeptur
mit Achilleum millefolium) und Hautfunktionsöl, diätetische Maßnahmen vor
allem zu Beginn der Behandlung auf Basis von Reis.
Dauer: 14
Monate,
Ergebnis:
Komplette Remission, Dauer der Remission: 12 Monate
2.Fall
Alter: 7a,
weibl., Gewicht: 19kg, Größe: 120cm, Erstmaliges Auftreten im Alter von
3 Jahren durch plötzliche kurzfristige Trennung von der Mutter und
Frühgeburt des Bruders, Pruritus, Rötung der Haut im Gesicht,
Ellbogenbeuge, Kniekehlen, IgE: nicht erhöht, spielen im Freien bessert,
vorbehandelt mit verschiedenen Pflegesalben, UV-Bestrahlung mit steigender
Applikationsdauer, kurzfristigem Einsatz von Cortisonsalbe und
Antihistaminikum im akuten Anfall.
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, Puls: P.magnus et superficialis,
Abdomen:
Bauchdeckenspannung 3/5
Haut:
Borkige Belege, massive Entzündungszeichen vorallem in den Kniekehlen und
Ellbogenbeugen sowie m Bereich des Stammes, Halses und der
Nacken-Haar-Grenze.
Pruritus:
abends +++ Kalte Hände: +, Kalte Füße: 0
Ernährung:
Mischkost
Therapie:
Zu Beginn unbefriedigende bzw. frustrane Versuche mit Kegai-rengyo-to,
Seijo-bofu-to, Im weiteren Verlauf Umstellung auf Unsei-in 10.0g, Einnahme
über den Tag verteilt und ab 16 Uhr nur noch Toki-inshi 10.0g, als Dekokt
mit 500ml Wasser, 50 Minuten Abkochung,
Ekzemsalbe (Magistralrezeptur
mit Achilleum millefolium) und Hautfunktionsöl, diätetische Maßnahmen vor
allem zu Beginn der Behandlung
Behandlungsdauer: 26 Monate,
Ergebnis:
Komplette Remission, Dauer der Remission: 24 Monate
3.Fall
Alter: 9a,
weibl., Gewicht: 25kg, Größe: 150cm, Erstmaliges Auftreten im
Säuglingsalter, wechselnde Phasen von teilweiser Remission mit
Aggravation, Schulstress verschlimmert den Zustand, Juckreiz abends und in
der Nacht verstärkt, verschlimmert durch warme Räume, Zudecken.
IgE-Titer:
erhöht, Hühnereiweiß Kl.II, Hausstaubmilben Kl.II.
Spielen im
Freien bessert. Vorbehandelt wurde mit verschiedenen Pflegesalben,
UV-Bestrahlung mit steigender Applikationsdauer, kurzfristigem Einsatz von
Cortisonsalbe und Antihistaminikum im akuten Anfall, Homöopathie.
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, Puls: P.magnus et superficialis,
Abdomen:
Bauchdeckenspannung 3/5
Haut:
Ragaden mit massiven Entzündungszeichen vor allem in den
Kniekehlen und Ellbogenbeugen sowie m Bereich des Stammes, Halses und der
Nacken-Haar-Grenze.
Pruritus:
abends +++ Kalte Hände: +, Kalte Füße: +
Ernährung:
Mischkost, Verschlechterung bei Genuß von Ketchup und Wurstwaren.
Therapie:
Unsei-in 10.0g, Einnahme über den Tag verteilt, und ab 16 Uhr nur noch
Toki-inshi 10.0g, beide Rezepturen als Dekokt mit 500ml Wasser, 50 Minuten
Abkochungszeit, zubereitet.
Ekzemsalbe
und Hautfunktionsöl, diätetische Maßnahmen vor allem in den ersten drei
Wochen der Behandlung.
Therapiedauer: 6 Monate.
Ergebnis:
Teilweise Remission, Pruritus abends derzeit nicht vorhanden,
Hautveränderung in Abheilung, die Behandlung wird zum Zeitpunkt dieser
Arbeit weiterhin durchgeführt.
4.Fall
Alter:21a,
weibl., Gewicht: 47 kg, Größe: 159 cm
Dauer der
Hautveränderungen: seit der Kindheit, vor c.a. 2 Jahren zunehmende
Verschlechterung, besonders im Frühling und bei psychischem Stress.
IgE-Titer: 270kU/l (<100) Bäume (Erle, Birke, Hasel, Eiche, Salweide)
Kl.4, Vorbehandelt mit Cortison und Antihistaminikum.
Status bei
Erstvorstellung:
Zunge:
blassrosa, ggr. weißer feuchter Belag, Puls: KI-Mangel im Milzmeridian,
P.profund., mollis, Abdomen: Bauchdeckenspannung 2/5, erhöhter ggr.
Tonuserhöhung des M.rectus abd., ggr. druckschmerzhafte Resistenz im
Epigastrium.
Haut:
trocken, gerötet, durch Kratzen bedingte offene Stellen vor allem
Ellbogenbeuge, Hals, Nacken-Haar-Ansatz, oberer Brustbereich, Handflächen.
Pruritus:
abends +++ Kalte Hände: ++, Kalte Füße: +++
Ernährung:
Vollwertkost, Trinken: Wasser, Tees
Therapie:
Unsei-in 10.0g, Einnahme über den Tag verteilt, und ab 16 Uhr nur noch
Toki-inshi 10.0g, beide Rezepturen als Dekokt mit 500ml Wasser, 50 Minuten
Abkochungszeit, zubereitet.
Ekzemsalbe
und Hautfunktionsöl, diätetische Maßnahmen vor allem in den ersten drei
Wochen der Behandlung.
Behandlungsdauer: 10 Monate.
Ergebnis:
Teilremission, Hauteffloreszenz im Form einer geringen Rötung, derzeit im
Gesicht, deutliche Abnahme der Juckreizattacken.
Resumee:
Kamporezepturen können sowohl alleine als auch in Kombination mit anderen
lokalen Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung des Zustandes von
Patienten mit Neurodermitis beitragen. Sie lassen sich auch mit
allopathischen Maßnahmen wie Kortisonsalben und Antihistaminika
kombinieren, um in der Akutphase eine raschere Linderung zu erzielen.
Entscheidend im Falle der Neurodermitis ist es jedoch, den meist
nächtlichen, in Attacken auftretenden Juckreiz zu beherrschen, um so dem
Kratzreflex die Grundlage zu entziehen und damit der Haut die Möglichkeit
der Regeneration und Abheilung zu geben. Beobachtungen in der Praxis haben
gezeigt, dass sich lokale Maßnahmen wie Mayoverbände bei kleinen Kindern
selten bewährten, meist wurde dadurch der Pruritus noch verschlimmert. Der
gemeinsame Einsatz von Kampo und anderen additiven Heilverfahren wie
Homöopathie, Homöotoxikologie, Bioresonanz ist gleichfalls möglich.
Ist die den
Symptomen entsprechende Rezeptur passend, so stellt sich oft der Erfolg
relativ rasch, im Verlauf von einigen Wochen ein. Oftmals wird man aber
mit einer Rezeptur nicht das Auslangen finden, sondern auch 2 oder, selten
aber doch, mehrere Rezepturen simultan oder alternierend einsetzen, wie
dies in einigen der erwähnten Fallbeispiele vorgestellt wurde.
Misserfolge
ergeben sich dann, wenn die Anwendung von Patienten oder im Falle von
Kindern durch die Eltern inkonsequent durchgeführt wird, die Therapie bei
eingetretener Besserung vorzeitig beendet wird, vom Arzt nicht die
adäquate Rezeptur gewählt wurde.
Dr.med.univ. Dr.med.vet.
Bacowsky Helmut
Publiziert in: Bacowsky H., J.of Kampo
Medicine, 1158-1163,49,9,2002
Kurzberichte aus Klinik und Praxis
Allergie-Tests: Kopf oder Zahl?
C.Hoicke,
EU.L.E.n-Spiegel, Wissenschaftlicher Informationsdienst des Europäischen
Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E.) e.V.,
3.Jahrgang, 22.August 1997, Seite 1
Die Autorin
berichtet, dass viele Allergietester möglicherweise auf Grund der
verwendeten Testlösungen zu falsch negativen Ergebnissen kommen. Getestet
wird in der Regel nicht das Lebensmittel selbst, sondern speziell für
diesen Zweck vertriebene Testlösungen, die weder die Komplexität eines
Lebensmittel imitieren können noch selbst frei von Konservierungsstoffen
sind, die Ihrerseits wiederum zu allergischen Reaktionen Anlass geben
können. Verschiedene Ausgangsmaterialien, Extraktionsverfahren,
Konservierungsmittel, Lagerbedingungen sorgen von Hersteller zu Hersteller
für abweichende Allergenzusammensetzung der Testlösungen und zu
fragwürdigen Testergebnissen.
Dementia als Folge von vasculärer Insuffizienz und Kampo
K.Terasawa et
al., Phytomedicine Vol. 4(1), 15-22, 1997: Berichtet wird über eine
Multi-Center Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie zur Verifizierung der
Wirkung von Choto-san/Diao-teng-san bei 139 Patienten, die an Dementia als
Folge einer cerebrovasculären Durchblutungsstörung litten. Als Indikatoren
einer Verbesserung des Zustandes nach Einnahme von 7.5g Choto-san Extrakt
3x tgl. über 12 Wochen wurden verschiedene Parameter getestet, wobei eine
statistisch signifikante Verbesserung in der Gruppe mit Choto-san
Einnahme gegenüber der Placebo-Gruppe festgestellt wurde. Bei der aus 11
Einzeldrogen bestehenden Rezeptur wird vor allem Uncaria rhynchophylla Miq.
eine wichtige Rolle in der pharmakologischen Wirkung dieser Rezeptur
zugesprochen. Dabei sollen die aus Uncaria rhynchophylla Miq. isolierten
Alkaloide nicht nur einen hypotensiven Effekt auf die glatte
Gefäßwandmuskulatur entfalten, sondern auch aktivierend auf das
Dopaminerge System wirken. Eine partielle agonistische Wirkung auf
5-Hydroxytryptamin-Rezeptoren ist gleichfalls bekannt.
Anmerkung: In
der Studie findet sich ein hübsch anzusehendes dreidimensionales
HPLC-Profil des Methanolextraktes von Choto-san.
Colitis
Ulzerosa und Kampo
Sh.Kodaka,
Uchida Wakanyaku Nr.578, Juli 2001
Der Autor
berichtet über einen Fall von Colitis ulzerosa, den er mittels
Kombination von Steroiden und Kampo behandelte. Dabei verwendete er die
Rezeptur Toko-shimotsu-to-go-shikunshi-to sowie Eigenkompositionen von
6-15 Einzeldrogen in relativ hoher Dosierung (z.B. Poria Cocos Wolff. 21g,
o. Atractylodis japonica 15g u.a.). Die Behandlungsdauer betrug 2 Jahre
und die Patientin kam in eine Vollremission, die bereits 5 Jahre andauert.
Anmerkung:
Leider berichtet der Autor nicht, wie hoch die Kortison-Dosierung zu
Beginn der Behandlung war und ob er sie im Laufe der Therapie
ausschleichen konnte. Problematisch erscheint auch die hohe Dosierung der
Einzeldrogen, die sich stark an chinesische Vorbilder orientiert, wo
solche Dosierungen üblich sind, die aber oftmals vom Patienten nicht
toleriert werden.
Dr. Dr. Helmut Bacowsky
Aus der
Forschung
Hiroichi Nagai et al., Effects of Sho-seiryu-to (Xiao-Qing-Long-Tang)
on experimental allergic reactions, J.of Traditional Medicines, 17,
49-58, 2000
An hand von
in vivo und in vitro Studien wird die Wirksamkeit dieser Rezeptur für die
Behandlung von allergischen Reaktionen TypI-IV getestet. Dabei finden die
Autoren, dass experimentell induzierte Typ I allergische Reaktionen durch
Applikation dieser Rezeptur verhindert werden, die restlichen Typen
(II-IV) jedoch nicht beeinflusst werden können. Diese Ergebnisse zeigen,
dass die Rezeptur Sho-seiryu-to (Xiao-Qing-Long-Tang) selektiv die Typ I
Reaktion unterbindet durch antagonistischen Effekt zur Wirkung des
Histamins (immediate phase reaction) sowie zur Wirkung von Zytokinen oder
durch Unterbindung der Produktion von pathologisch wirkenden Zytokinen.
Yoshihiro Takegawa, Combined Kampo with radiation
therapy prolongs survival in patients with cervical cancer, J.of
Traditional Medicines, 17, 108-114, 2000
Es wurde eine
retrospektive Studien zur Klärung des Sachverhaltes ob die gleichzeitige
Gabe von Kamporezepturen zur konventionellen Radiato bei Patientinnen mit
Zervix-Carcinom eine Verlängerung der Überlebenszeit bewirken könne. Im
Zeitraum von 1976-1998 wurden die Fälle von 174 Betroffenen untersucht,
die sich gleichzeitig einer Bestrahlung und Kampo-Behandlung unterzogen.
92 Patientinnen konnten über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren
beobachtet werden, davon waren 43 im Stadium II b, 49 im Stadium III b.
Als Kontrollgruppe wurden 120 Patienten herangezogen, die im selben
Zeitraum von 1976-1998 behandelt wurden ohne eine gleichzeitige
Kampo-Therapie erhalten zu haben. Davon waren 63 Patientinnen im Stadium
II b und 57 im Stadium III b.
Es wurden
Granulatzubereitungen der Rezepturen verwendet. Die Bestrahlung wurde mit
den üblichen Standarddosen durchgeführt. Es zeigte sich eine deutliche
Verlängerung der Überlebensrate bei den Patientinnen der Gruppe,
die eine gleichzeitige Kampo-Behandlung erhielten. Die 5-Jahres
Überlebensrate betrug bei den 92 Patientinnen, die gleichzeitig Kampo
erhielten, 75.6% gegenüber 65.9% aus der Gruppe der 120 Patientinnen, die
keine zusätzliche Kampo-Behandlung erhielten. Die 10 Jahresüberlebensrate
war 65.9% (+ Kampo) zu 49,1% (ohne Kampo). Bei den Patientinnen mit
Stadium III b betrug die 5 Jahresüberlebensrate 68.4% von 49 Patienten (+
Kampo) gegenüber 48.4% von 57 Patienten ohne Kampo – Therapie, bzw. die
10 Jahresüberlebensrate war 59.7% zu 38.3%.
Kontinua
Nachdem in
der Ausgabe Nr.1 die Paragraphen 1 bis 13 aus dem Shokanron/Shan-han-lun
vorgestellt wurden, folgen nun die Paragraphen 14 bis 16.
§14
Originaltext:
Anwendung von
Keishito. Nachdem es zu ausgeprägtem Schwitzen gekommen ist, klagt der
Patient über trockenen Mund und großen Durst, P.maximus, Die Anwendung der
Rezeptur
Byakko•ka•ninjin•to/Bai-hu-jia-ren-shin-tang
ist angezeigt.
Erläuterung:
Im §13 wurde
beschrieben wie sich ein Zustand mit ausgeprägter Schweißsekretion nach
Verabreichung von Keishi•to/Gui-zhi-tang
entwickelt, die Symptomatik jedoch in den äußeren Körperschichten
persistiert. §14 beschreibt den gleichen Zustand: Verabreichung von Keishi•to/Gui-zhi-tang
und ausgeprägte Schweißsekretion, jedoch mit dem Zusatz „nach“ und der
Ausbildung eines Zustandes, bei dem die Symptome seitens der äußeren
Körperschichten sistieren, die Hitzesymptomatik sich in die inneren
Körperschichten verlagert (großer Durst) und sich eine Yang-Erkrankung im
3.Stadium, Yang-Zustand, entwickelt.
Klinik:
Vergleicht
man die beiden Paragraphen 13 und 14 miteinander, so fällt zuerst nur der
Unterschied auf, daß im §14 der Patient über „großem Durst“ klagt. Bei
genauer Untersuchung des Patienten ergeben sich jedoch in praxi noch eine
Fülle weiterer Symptome, die eine differentierte Diagnose ermöglichen.
Selbst bei Vorliegen einer gleichen Qualität des P.maximus unterscheiden
sich die Symptomenbilder von Keishi•to/Gui-zhi-tang
und Byakko•ka•ninjin•to/
Bai-hu-jia-ren-shin-tang doch wesentlich.
Keishi•to/Gui-zhi-tang:
Symptome seitens der äußeren Körperschichten siehe entsprechende
Paragraphen, Zunge: physiologischer Befund, kein Durst, kein trockener
Mund.
Byakko•ka•ninjin•to/Bai-hu-jia-ren-shin-tang:
Allgemeinzustand reduziert, Zunge: trockener, dünner weißer Belag,
trockener Mund, Durst, Verlangen nach kaltem Wasser, relativ reichlich
Harn. differentialdiagnostisch ist bei Durst, trockenem Mund auch an die
Rezepturen Gorei•san/Wu-ling-san
und Chorei•to/Zhu-ling-tang
zu denken, jedoch besteht hier eine Kombination mit Verminderung der
Harnmenge.
Obwohl solche
Symptome oft unbedeutend erscheinen, sind sie meiner Meinung zur
differenzierten Anpassung von entsprechenden Rezepturen an den Zustand des
Patienten und damit für den Behandlungserfolg von großer Bedeutung.
Außergewöhnlicher Durst, hohes Fieber und ein P.max. sind Symptome von
Byakko•ka•ninjin•to/Bai-hu-jia-ren-shin-tang,
aber auch im Symptomenbild von Genbu•to/
Zhen-wu-tang enthalten. Sie treten besonders im Zusammenhang mit Influenza
und akuter Pneumonie auf, wobei ein P.maximus hier oft als P.max. vom
Leere-Typ imponiert, jedoch gelegentlich zu Fehldiagnosen Anlaß gibt. Es
stellt sich dann die Frage, ob nun Byakko•ka•ninjin•to/Bai-hu-jia-ren-shin-tang
oder Genbu•to/Zhen-wu-tang
angewendet werden soll, ob „unterstützend“ oder „attackierend“ vorgegangen
werden soll. Im Zweifel ist die „unterstüztende“ Rezeptur der
„attackierenden“ vorzuziehen, da bei Fehldiagnose sich die konsekutiven
Probleme in Grenzen halten. Im anderen Falle ergeben sich bei
Mißinterpretation eines scheinbaren KI-Fülle-Zustandes und Einsatz einer
„attackierenden“ Rezeptur bei einem Zustand, der im Grunde „Unterstützung“
verlangt, als Folge dieser „Attacke“ eine Verschlechterung des bereits
bestehenden KI-Mangel-Zustandes, die auch zu einer Beschleunigung des
Verfalles bis hin zum Exitus Anlaß geben kann.
Byakko•ka•ninjin•to/Bai-hu-jia-ren-shin-tang
ist eine solche „attackierende“ Rezeptur, die auch eine purgative
Komponente inne hat, während Genbu•to/Zhen-wu-tang
eine „wärmende unterstützende“, also KI/CHI vorallem Yang zuführende
Rezeptur ist.
BYAKKO•KA•NINJIN•TO/Bai-hu-jia-ren-shen-tang
Zusammensetzung:
|
1)
Anemarrhenae Rhizoma |
07,8g |
|
2) Gypsum
Fibrosum130 (pulversisiert) |
20,8g |
|
3)
Glycyrrhizae Radix (geröstet) |
02,7g |
|
4) Oryzae
Fructus |
120ml |
|
5) Ginseng
Radix |
03,9g |
Zubereitung:
Man nehme die
5 Drogen und koche sie in 2 l Wasser bis das Oryza (Naturreis) gar ist,
seihe ab und verabreiche 200 ml des Dekoktes warm, dreimal täglich.
Textvergleich:
Koheihon/Kang-ping-ben:
Die Rezepturangabe erscheint im 3.Teil der Abhandlung über Yang-Erkrankung
im 1.Stadium, Yang-Exzeß unter § . Die Angabe über die spezielle
Vorbereitung von Gypsum Fibrosum für die Abkochung (130) fehlt.
Kommentar:
(130) Um den
direkten Kontakt von Gypsum Fibrosum mit den anderen Drogen während der
Abkochung zu verhindern, wird Gypsum Fibrosum in ein Seidensäckchen
eingebunden.
(131) Der für
die Abkochung von Byakkoto verwendete Reis ist gewöhnlicher Naturreis, der
entsprechend länger gekocht werden muß. Im Gaitaimihyo findet sich dazu
folgende Angaben: „Man nehme die 5 Drogen, zerkleinere sie, gebe den Reis
in 2.4 l Wasser, koche ihn bis er gar ist, seihe ab, gebe die übrigen
Drogen dazu, koche weiter auf 1.2 l, seihe ab, verabreiche 200 ml warm,
dreimal täglich“.
§15
Originaltext:
Yang-Erkrankung im 1.Stadium, Yang-Exzeß, Schüttelfrost, Fieber, längere
Fieberperioden, geringe Schüttelfrostepisoden, P.filiformis et lanquidus,
forciertes exzessives Schwitzen lassen sollte nicht angewendet werden. Die
Rezeptur Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
ist passend.
Kommentar:
(132) Myaku bi jaku (a): P.filiformis et lanquidus.
Ausdruck für einen Zustand des KI- und Blutmagels, Abnahme des Yang.
Erläuterung:
Lange
Fieberphasen im Wechsel mit wenigen kurzen Schüttelfrostepisoden sind
kennzeichnend für die Rezeptur Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang.
Wird jedoch ein P.filiformis et lanquidus diagnostiziert, sollte das
Schwitzen lassen mit Zurückhaltung angwendet werden.
Klinik:
Obwohl die
Rezeptur Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
aus den beiden Rezepturen Keishi•to/Gui-zhi-tang
und Eppi•to/Yue-bi-tang
gebildet wird, finden sich im Shokanron keine Angaben zur Rezeptur Eppi•to/Yue-bi-tang.
Möglicherweise eine fehlerhafte Einordnung der Rezeptur an dieser Stelle
oder eine Referenzangabe zum Kinkiyoryaku/Jin-kui-yao-lue, darin das
Symptomenbild von Eppi•to/Yue-bi-tang
dargelegt wird.
Dem
Symptomenbild von Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
sehr ähnlich ist die Rezeptur Dai•seiryu•to/Da-qing-leng-tang,
die sich jedoch durch Anordnung der Einzeldrogen sowie deren Mengen von
Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
unterscheidet. Zusätzlich wird statt Paeoniae Rad. Armeniacae Semen in Dai•seiryu•to/Da-qing-leng-tang
verwendet. Aus der Zusammenstellung der Drogen zeigt sich, daß Keishi•ni•eppi•itto/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
gegenüber Dai•seiryu•to/Da-qing-leng-tang
bei einem vergleichsweise fortgeschrittenen Zustand des KI-Mangels
anzuwenden ist.
In praxi
zeigt die Pulsqualität noch eine gewisse Restspannung der Gefäßwand, das
Fieber ist vom Malariatyp, Schüttelfrost und Fieberphasen wechseln
unregelmäßig, die Fieberphasen sind im Vergleich zu den
Schüttelfrostepisoden prolongiert, heftiger, zusätzlich bestehen
Gesichtsröte, Kopfschmerz, Schmerzen im gesamten Körper. Daraus leitet
sich auch die Möglichkeit der Anwendung der Rezeptur bei akutem
Rheumaschub, Neuralgie u.a. ab.
KEISHI•NI•EPPI•ITTO/Gui-zhi-er-yue-bi-yi-tang
Zusammensetzung:
|
1) Cinnamomi
Cortex (äußersten Rindenschicht entfernt) |
0,9g |
|
2) Paeoniae
Radix |
0,9g |
|
3) Ephedrae
Herba |
0,9g |
|
4)
Glycyrrhizae Radix (geröstet) |
0,9g |
|
5) Zizyphi
Fructus (zerkleinert) |
4Stk |
|
6)
Zinigiberis Rhizoma (geschnitten) |
1,4g |
|
7) Gypsum
Fibrosum (pulverisiert, im Seidensäckchen) |
1,2g |
Zubereitung:
Man nehme die
7 Drogen, koche zuerst Ephedrae Herba in 1 l Wasser ein wenig, schöpfe den
Schaum ab, gebe die restlichen Drogen dazu, koche ab auf 400 ml, seihe ab
und verabreiche 200 ml warm.
§16
Originaltext
Anwendung von
Keishi·to/Gui-zhi-tang. Purgation, Kopfschmerz und Verspannung der
Nacken-und Schultermuskulatur, zunehmend Fieber, kein Schweiß,
ggr.druckschmerzhafte Resistenz in der Regio epigastrica, Verminderung der
Harnmenge. Die Verabreichung von Keishi·kyokei·ka·bukuryo·byakujutsu·to/
Gui-zhi-qu-gui-jia-fu-ling-bai-zhu-tang ist angezeigt.
Kommentar:
Bei dieser
Rezeptur, Keishi·kyokei·ka·bukuryo·byakujutsu·to/
Gui-zhi-qu-gui-jia-fu-ling-bai-zhu-tang, wird also Cinnamomi Cortex, die
Hauptdroge der Rezeptur Keishi·to, weggelassen, zusätzlich aber werden
Hoelen und Atractylodis Rhiz. zugegeben.
Erläuterung:
Im
Symptomenbild der Rezeptur spiegelt sich ein Krankheitszustand, der bei
konstitutioneller
Magen-Darmschwäche gelgentlich beobachtet werden kann, wenn es zur
Invasion pathogener Noxen von außen kommt. Dabei können sich Symptome wie
vorübergehende druckschmerzhafte Resistenz im Epigastrium oder in der
Regio subcostalis zeigen.
Symptome
seitens der äußeren Körperschichten sind Kopfschmerz sowie Verspannung der
Nacken-und Schultermuskulatur, Fieber aber keine Schweißsekretion. Auf
Grund dieser "äußeren" Symptome wird mit Keishi•to/Gui-zhi-tang
behandelt, es tritt aber keine Besserung ein. Der KI-Mangelzustand in den
inneren Körperschichten wurde nicht erkannt, der eigentlich die Ursache
für die Symptome in den äußeren Körperschichhten ist. Übersehen wurde
auch, daß weder Schüttelfrost noch Frösteln aufgetreten sind. Gibt der
Patient nun zusätzlich Beschwerden im Epigastrium bzw. subcostal (z.b.Blähung,
Völle) an, kann dies ebenso zur Fehldiagnose anlaß geben und es wird mit
purgativen Rezepturen wie Dai·kankyo·gan/Da-gan-jiang-tang, Dai·saiko·to/Da-chai-hu-tang
oder Inchinko•to/Yin-chen-hao-tang
behandelt. Dadurch kommt es jedoch zu einer Verstärkung des
KI-Mangelzustandes in den inneren Körperschichten, sprich im
Magen-Darmtrakt, sowie zur Verminderung der Harnausscheidung. In diesem
Falle sollte an das "Unterstütze das Innen" und "Trockne das Innen"
gedacht werden. Das heißt Entwässern. Und zwar mit Hoelen und Atractylodis
Rhiz. bei gleichzeitigem Absetzen von Cinnamomi Cortex,deren
Hauptangriffs- und Wirkort nach traditionellem Gesichtspunkt die äußeren
Körperschichten sind. Also der Einsatz der Rezeptur
Keishi·kyokei·ka·bukuryo·byakujutsu·to/Gui-zhi-qu-gui-jia-fu-ling-bai-zhu-tang.
Dadurch kommt es zu einer Zunahmeder Harnmenge, Auflösen der bestehenden
Flüssigkeitsstase im Magen, Abgang der Blähung, Einsetzen der
Schweißsekretion und Abklinngen des Fiebers. Kopfschmerzen und Verspannung
der Nacken- und Schultermuskulatur lösen sich auf.
Sollten nach
diesem Regime der Austrocknung der inneren Körperschichten noch Symptome
in den äußeren Körperschichten bestehen, so werden nun, nachdem der
KI-Mangel in den inneren Körperschichten (Magen-Darmtrakt) beseitigt
wurde, Rezepturen eingesetzt,deren sich Hauptwirkung in den äußeren
Körperschichten entfaltet.
Klinik:
In meiner
Praxis konnte ich gelegentlich Patienten mit einem solchen Zustandsbild
sehen. Kopfschmerz und Verspannung der Nacken-und Schultermuskulatur
ließen mich einige Male fälschlich Kakkonto verabreichen. Besserung trat
aber erst ein, nachdem ich Rezepturen wie
Keishi·kyokei·ka·bukuryo·byakujutsu·to/Gui-zhi-qu-gui-jia-fu-ling-bai-zhu-tang,
Ryokei•jutsukan•to/Ling-gui-shu-gan-tang
oder Genbu·to/Zhen-wu-tang einsetzte und damit die Flüssigkeitsstase im
Bereich des Epigastriums beseitigte.
KEISHI·KYOKEI·KA·BUKURYO·BYAKUJUTSU·TO/
Gui-zhi-qu-gui-jia-fu-ling-bai-zhu-tang
Zusammensetzung:
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1) Paeoniae
Radix |
3,9g |
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2)
Glyzyrrhizae Radix (geröstet) |
2,7g |
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3)
Zinigiberis Rhizoma (geschnitten) |
3,9g |
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4)
Atractylodis Rhizoma |
3,9g |
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5) Hoelen |
3,9g |
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6) Zizyphi
Fructus (zerkleinert) |
12Stk |
Zubereitung:
Man nehme die
6 Drogen, gebe sie in 1.6 l Wasser, koche ab auf 600 ml, seihe ab,
verabreiche 200 ml des Dekoktes warm. Setzt vermehrte Diurese ein, wird
sich der Zustand bessern.
Fortsetzung
in der nächsten Ausgabe
Literatur:
SHOKANRON/SHANG HAN LUNG: Die klassissche Grundlage von Kampo
(Fernöstliche traditionelle Phytotherapie). Mit einem Kommentar zur
klinischen Anwendung sowie ein Textvergleich von Dr. med. KEISETSU
OTSUKA, übersetzt von: Dr. med. Dr. med.vet. Bacowsky Helmut, im Druck.
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